2.) Was ist Wahrheit?

„…die Geschichte wird nur von starken Persönlichkeiten ertragen, die schwachen löscht sie vollends aus. Das liegt darin, daß sie das Gefühl und die Empfindung verwirrt, wo diese nicht kräftig genug sind, die Vergangenheit an sich zu messen.“ Nietzsche (Unzeitgemäße Betrachtungen, Kapitel 19)

Wahrheit ist das Zusammenwirken von Raum, Zeit und Kausalität

Sie kann immer begründet werden.

„Die Gründe, worauf ein Urteil beruhen kann, lassen sich in vier Arten einteilen, nach jeder von welchen dann auch die Wahrheit, die es erhält, eine verschiedene ist:

Erstens: Ein Urteil kann ein andres Urteil zum Grunde haben; dann ist seine Wahrheit eine logische, oder formale.

Zweitens: Ein Urteil kann eine durch die Sinne vermittelte Anschauung, mithin Erfahrung, zum Grunde haben; dann hat es materielle Wahrheit, welche, sofern das Urteil sich unmittelbar auf die Erfahrung gründet, empirische Wahrheit ist.

Drittens: Ein Urteil kann die a priori von uns angeschauten Formen des Raumes und der Zeit, oder das uns a priori bewusste Gesetz der Kausalität, also die im Verstande und der reinen Sinnlichkeit liegenden Formen der Erkenntnis, welche die Bedingungen der Möglichkeit aller Erfahrung sind, zum Grunde haben. Seine Wahrheit ist alsdann eine transzendentale. Solche Urteile enthält die reine Mathematik und die reine Naturwissenschaft.

Viertens: Ein Urteil kann die in der Vernunft gelegenen formalen Bedingungen alles Denkens (die Denkgesetze) zum Grunde haben; seine Wahrheit ist alsdann eine metalogische. (G. 105—110.)“
Doch von jedem an seinem Ort. – Das durch die Vernunft richtig Erkannte ist Wahrheit, nämlich ein abstraktes Unheil mit zureichendem Grunde (Abhandlung über den Satz vom Grunde, § 29 ff.): das durch den Verstand richtig Erkannte ist Realität, nämlich richtiger Uebergang von der Wirkung im unmittelbaren Objekt auf deren Ursache. Der Wahrheit steht der Irrthum als Trug der Vernunft, der Realität der Schein als Trug des Verstandes gegenüber. http://www.schopenhauers-kosmos.de/Irrtum
Jede Wahrheit ist die Beziehung eines Urteils auf etwas außer ihm, und innere Wahrheit ein Widerspruch“ (http://www.textlog.de/23024.html). Es bedeutet, dass etwas wahr ist, wenn es im Bezug zu etwas wahr ist was außer ihm liegt. Somit gibt es eine biologische Wahrheit, die in der Seele im Nervensystem verankert ist. Das Gehirn nimmt die Theorien auf (Intellektualismus), die Seele wertet ob etwas wahr ist.
Da die Wahrheit das Recht ist, bedeutet die Festschreibung von Unwahrheiten bzw. Lügen als Gesetz im Recht automatisch Völkermord. Es entsteht ein seelischer Widerspruch.
Das Nachdenken über das Denken führt zwangläufig zum Wahnsinn. Die Vernunft und der Verstand löschen sich in einer Innenspirale aus. Der Jude ist der reine Wille, völlig ohne Vernunft und Verstand, und der blanke Wahnsinn. Der Jude kommt mit den Weibern bestens zurecht, denn auch die Vernunft des Weibes ist eine gar knapp bemessene (siehe Schopenhauer „Über die Weiber“) und ihr Wille ist eigentlich auch vor allem der Arterhalt. Die Weiberwirtschaft ist daher nur eine Folge der Verjudung und führt zwangläufig zum Untergang eines Volkes. Der Mensch will (den Willen in die richtigen Bahnen lenken), der Jude muss (was der Wille will).

http://www.schopenhauers-kosmos.de/Wahrheit

„Unvereinbarkeit des Strebens nach Wahrheit mit dem Verfolgen persönlicher Zwecke: Die, deren Triebfeder persönliche, amtliche, kirchliche, staatliche, kurz reale, nicht ideale Zwecke sind, werden trotz des Scheins von Streben nach Wahrheit, den sie sich geben, doch nimmer die Wahrheit fördern. Denn die Wahrheit ist keine Hure, die sich Denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren; vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, dass selbst wer ihr Alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiss sein darf.

Zwar so lange, als die Wahrheit noch nicht dasteht, kann der Irrtum sein Spiel treiben, wie Eulen und Fledermäuse in der Nacht; aber eher mag man erwarten, dass Eulen und Fledermäuse die Sonne zurück in den Osten scheuchen werden, als dass die erkannte und deutlich und vollständig ausgesprochene Wahrheit wieder durch den alten Irrtum verdrängt werde. Das ist die Kraft der Wahrheit, deren Sieg schwer und mühsam, dafür aber, wenn einmal errungen, ihr nicht mehr zu entreißen ist.“

Kausalität: http://www.schopenhauers-kosmos.de/Ursache

http://www.schopenhauers-kosmos.de/Individuation

Die Natur widerspricht sich geradezu, je nachdem sie vom Einzelnen oder vom Allgemeinen aus, von Innen oder von Außen, vom Zentrum oder von der Peripherie aus redet. Ihr Zentrum nämlich hat sie in jedem Individuum; denn jedes ist der ganze Wille zum Leben. Daher, sei dasselbe auch nur ein Insekt, oder ein Wurm, die Natur selbst also aus ihm redet: Ich allein bin Alles in Allem, an meiner Erhaltung ist Alles gelegen, das Übrige mag zu Grunde gehen, es ist eigentlich nichts. Hingegen vom allgemeinen Standpunkt aus, also von außen, von der Peripherie aus, redet die Natur so: Das Individuum ist nichts und weniger als nichts. Millionen Individuen zerstöre ich tagtäglich, Millionen neuer Individuen schaffe ich jeden Tag, ohne alle Verminderung meiner hervorbringenden Kraft. Das Individuum ist nichts.

http://www.schopenhauers-kosmos.de/Raum

„Die Vereinigung von Raum und Zeit als Bedingung der Vorstellung der Materie: Raum und Zeit, jedes für sich, sind auch ohne die Materie anschaulich vorstellbar; die Materie aber nicht ohne jene. Schon die Form, welche von ihr unzertrennlich ist, setzt den Raum voraus, und ihr Wirken, in welchem ihr ganzes Dasein besteht, betrifft immer eine Veränderung, also eine Bestimmung der Zeit.“

http://www.schopenhauers-kosmos.de/Zeit

Mit Einsteins „Relativitätstheorie“ wollten die Juden die Vorstellung von Raum, Zeit und Kausalitat zerstören. Die Wirkung könnte demnach vor der Ursache kommen. Die Wahrheit wäre dann abgeschafft!

Wenn man die Medien heute betrachtet, ist genau das eingetreten.

Zusätzlich wurde mit dem Schwindel der Äther abgeschafft, die entwicklungsgeschichtlich erste Erscheinungsform Gottes auf dem Weg zur Bewusstheit und Vorstufe zur Materie
-> Mathilde Ludendorff – Schöpfungsgeschichte; erhältlich z.B. hier: http://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/5003375-9783882021431-selbstschoepfung-schoepfungsgeschichte

Nietzsche- Ecce homo (https://germanenherz.files.wordpress.com/2013/08/nietzscheeccehomo.pdf):
„Aber meine Wahrheit ist furchtbar: denn man hiess bisher die Lüge Wahrheit. — Umwerthung aller Werthe: das ist meine Formel für einen Akt höchster Selbstbesinnung der Menschheit, der in mir Fleisch und Genie geworden ist. Mein Loos will, dass ich der erste anständige Mensch sein muss, dass ich mich gegen die Verlogenheit von Jahrtausenden im Gegensatz weiss… Ich erst habe die Wahrheit entdeckt, dadurch dass ich zuerst die Lüge als Lüge empfand — roch … Mein Genie ist in meinen Nüstern … Ich widerspreche, wie nie widersprochen worden ist und bin trotzdem der Gegensatz eines neinsagenden Geistes. Ich bin ein froher Botschafter, wie es keinen gab ich kenne Aufgaben von einer Höhe, dass der Begriff dafür bisher gefehlt hat; erst von mir an giebt es wieder Hoffnungen. Mit Alledem bin ich nothwendig auch der Mensch des Verhängnisses. Denn wenn die Wahrheit mit der Lüge von Jahrtausenden in Kampf tritt, werden wir Erschütterungen haben, einen Krampf von Erdbeben, eine Versetzung von Berg und Thal, wie dergleichen nie geträumt worden ist. Der Begriff Politik ist dann gänzlich in einen Geisterkrieg aufgegangen, alle Machtgebilde der alten Gesellschaft sind in die Luft gesprengt — sie ruhen allesamt auf der Lüge: es wird Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gegeben hat. Erst von mir an giebt es auf Erden grosse Politik.“

„… das Verbrechen am Leben … Die Jahrtausende, die Völker, die Ersten und die Letzten, die Philosophen und die alten Weiber — fünf, sechs Augenblicke der Geschichte abgerechnet, mich als siebenten — in diesem Punkte sind sie alle einander würdig. Der Christ war bisher das „moralische Wesen,“ ein Curiosum ohne Gleichen — und, als „moralisches Wesen,“ absürder, verlogner, eitler, leichtfertiger, sich selber nachtheiliger als auch der grösste Verächter der Menschheit es sich träumen lassen könnte. Die christliche Moral — die bösartigste Form des Willens zur Lüge, die eigentliche Circe der Menschheit: Das, was sie verdorben hat. Es ist nicht der Irrthum als Irrthum, was Mich bei diesem Anblick entsetzt, nicht der jahrtausende lange Mangel an „gutem Willen,“ an Zucht, an Anstand, an Tapferkeit im Geistigen, der sich in
seinem Sieg verräth: — es ist der Mangel an Natur, es ist der vollkommen schauerliche Thatbestand, dass die Widernatur selbst als Moral die höchsten Ehren empfieng und als Gesetz, als kategorischer Imperativ, über der Menschheit hängen blieb!In diesem Maasse sich vergreifen, nicht als Einzelner, nicht als Volk, sondern als Menschheit! … Dass man die allerersten Instinkte des Lebens verachten lehrte; dass man eine „Seele,“ einen „Geist“ erlog, um den Leib zu Schanden zu machen; dass man in der Voraussetzung des Lebens, in der Geschlechtlichkeit, etwas Unreines empfinden lehrt; dass man in der tiefsten Nothwendigkeit zum Gedeihen, in der strengen Selbstsucht (— das Wort schon ist verleumderisch! —) das böse Princip sucht; dass man umgekehrt in dem typischen Abzeichen des Niedergangs und der Instinkt-Widersprüchlichkeit, im „Selbstlosen,“ im Verlust an Schwergewicht, in der „Entpersönlichung“ und „Nächstenliebe“ (— Nächstensucht!) den höheren Werth, was sage ich! den Werth an sich sieht! … Wie! wäre die Menschheit selber in décadence? war sie es immer? — Was feststeht, ist, dass ihr nur Décadence-Werthe als oberste Werthe gelehrt worden sind. Die Entselbstungs-Moral ist die Niedergangs-Moral par excellence, die Thatsache „ich gehe zu Grunde,“ in den Imperativ übersetzt: „ihr sollt alle zu Grunde gehen“ — und nicht nur in den Imperativ! … Diese einzige Moral, die bisher gelehrt worden ist, die Entselbstungs-Moral, verräth einen Willen zum Ende, sie verneint im untersten Grunde das Leben. — Hier bliebe die Möglichkeit offen, dass nicht die Menschheit in Entartung sei, sondern nur jene parasitische Art Mensch, die des Priesters, die mit der Moral sich zu ihren Werth-Bestimmern emporgelogen hat, — die in der christlichen Moral ihr Mittel zur Macht errieth … Und in der That, das ist meine Einsicht: die Lehrer, die Führer der Menschheit, Theologen insgesammt, waren insgesammt auch décadents: daher die Umwerthung aller Werthe ins Lebensfeindliche, daher die Moral … Definition der Moral: Moral — die Idiosynkrasie von décadents, mit der Hinterabsicht, sich am Leben zu rächen—und mit Erfolg. Ich lege Werth auf diese Definition.“

„… Die Entdeckung der christlichen Moral ist ein Ereigniss, das nicht seines Gleichen hat, eine wirkliche Katastrophe. Wer über sie aufklärt, ist eine force majeure, ein Schicksal, — er bricht die Geschichte der Menschheit in zwei Stücke. Man lebt vor ihm, man lebt nach ihm … Der Blitz der Wahrheit traf gerade das, was bisher am Höchsten stand: wer begreift, was da vernichtet wurde, mag zusehn, ob er überhaupt noch Etwas in den Händen hat. Alles, was bisher „Wahrheit“ hiess, ist als die schädlichste, tückischste, unterirdischste Form der Lüge erkannt; der heilige Vorwand, die Menschheit zu „verbessern“ als die List, das Leben selbst auszusaugen, blutarm zu machen. Moral als Vampyrismus … Wer die Moral entdeckt, hat den Unwerth aller Werthe mit entdeckt, an die man glaubt oder geglaubt hat; er sieht in den verehrtesten, in den selbst heilig gesprochnen Typen des Menschen nichts Ehrwürdiges mehr, er sieht die verhängnissvollste Art von Missgeburten darin, verhängnissvoll, weil sie fascinirten … Der Begriff „Gott“ erfunden als Gegensatz-Begriff zum Leben, — in ihm alles Schädliche, Vergiftende, Verleumderische, die ganze Todfeindschaft gegen das Leben in eine entsetzliche Einheit gebracht! Der Begriff „Jenseits,“ „wahre Welt“ erfunden, um die einzige Welt zu entwerthen, die es giebt, — um kein Ziel, keine Vernunft, keine Aufgabe für unsre Erden-Realität übrig zu behalten! Der Begriff „Seele,“ „Geist,“ zuletzt gar noch „unsterbliche Seele,“ erfunden, um den Leib zu verachten, um ihn krank — „heilig“ — zu machen, um allen Dingen, die Ernst im Leben verdienen, den Fragen von Nahrung, Wohnung, geistiger Diät, Krankenbehandlung, Reinlichkeit, Wetter, einen schauerlichen Leichtsinn entgegenzubringen! Statt der Gesundheit das „Heil der Seele“ — will sagen eine folie circulaire zwischen Busskrampf und Erlösungs-Hysterie! Der Begriff „Sünde“ erfunden sammt dem zugehörigen Folter-Instrument, dem Begriff „freier Wille,“ um die Instinkte zu verwirren, um das Misstrauen gegen die Instinkte zur zweiten Natur zu machen! Im Begriff des „Selbstlosen,“ des „Sichselbst-Verleugnenden“ das eigentliche décadence-Abzeichen, das Gelockt-werden vom Schädlichen, das Seinen-Nutzen-nicht-mehr-finden-können, die Selbst-Zerstörung zum Werthzeichen überhaupt gemacht, zur „Pflicht,“ zur „Heiligkeit,“ zum „Göttlichen“ im Menschen! Endlich — es ist das Furchtbarste — im Begriff des guten Menschen die Partei alles Schwachen, Kranken, Missrathnen, An-sich-selber-Leidenden genommen, alles dessen, was zu Grunde gehn soll — , das Gesetz der Selektion gekreuzt, ein Ideal aus dem Widerspruch gegen den stolzen und wohlgerathenen, gegen den jasagenden, gegen den zukunftsgewissen, zukunftverbürgenden Menschen gemacht — dieser heisst nunmehr der Böse … Und das Alles wurde geglaubt als Moral!

Hier sind wir heute in BRD angelangt:

Wenn eine décadence-Art Mensch zum Rang der höchsten Art aufgestiegen ist, so konnte dies nur auf Kosten ihrer Gegensatz-Art geschehn, der starken und lebensgewissen Art Mensch. Wenn das Heerdenthier im Glanze der reinsten Tugend strahlt, so muss der Ausnahme-Mensch zum Bösen heruntergewerthet sein. Wenn die Verlogenheit um jeden Preis das Wort „Wahrheit“ für ihre Optik in Anspruch nimmt, so muss der eigentlich Wahrhaftige unter den schlimmsten Namen wiederzufinden sein. Zarathustra lässt hier keinen Zweifel: er sagt, die Erkenntniss der Guten, der „Besten“ gerade sei es gewesen, was ihm Grausen vor dem Menschen überhaupt gemacht habe; aus diesem Widerwillen seien ihm die Flügel gewachsen, „fortzuschweben in ferne Zukünfte,“ — er verbirgt es nicht, dass sein Typus Mensch, ein relativ übermenschlicher Typus, gerade im Verhältniss zu den Guten übermenschlich ist, dass die Guten und Gerechten seinen Übermenschen Teufel nennen würden

‚Ihr höchsten Menschen, denen mein Auge begegnete, das ist mein Zweifel an euch und
mein heimliches Lachen: ich rathe, ihr würdet meinen Übermenschen — Teufel heissen!
So fremd seid ihr dem Grossen mit eurer Seele, dass euch der Übermensch furchtbar sein
würde in seiner Güte …‘ [Also sprach Zarathustra, 2,Von der Menschen-Klugheit, 21]“

Der Teufel ist im geistigen Bereich der Irrtum an sich. In der Erscheinungswelt ist der Teufel der Spassmacher indem er andere als Narren bloßstellt. Tatsächlich ist er aber das Wirken Gottes. Die schlimmste Form des Teufels ist der innere Widerspruch bzw. das Absurde. Der Teufel steckt erst  im Detail und wird nach und nach größer.

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