3.6) Zitate aus „Triumph des Unsterblichkeitwillens“

 Triumph des Unsterblichkeitwillens 

http://hohewarte.de/OnLine/Tr-Online.pdf

 

PDF-Seite 138 – 143: Entstehung des Geister-, Dämonen- und Teufelsglauben

Da die Dorier und Ionier ihrem artgemäßen Gottglauben soweit
untreu geworden waren, konnten nun die Höhlengötter, scheu im
Tageslicht blinzelnd, auf den Olymp kriechen und sich unter die
Göttergestalten mischen. Diese gegenseitige Anpassung sah zwar
versöhnlich aus, widerspricht aber Gesetzen der Arterhaltung,
Seelengesetzen des Rasseerbgutes, die ich in meinem Werk „Des
Menschen Seele“, Abschnitt „Unterbewußtsein“, aufzeige. Beide
Völker hatten nun das artgemäße Gotterleben und hiermit auch
die artgemäßen Heilslehren und klaren Rassenideale miteinander
vermengt. Das Gemütserleben war gefährdet, und die Gesetze der
Rassereinheit wurden allmählich mit Füßen getreten. Entartung und
Untergang, ganz ähnlich wie bei den gewaltsam zum Christentum

 

bekehrten Völkern, waren die unausbleibliche Folge.
Wie sehr beide grundsätzlich unterschiedenen Kultformen,
die chthonische und die siderische, im Laufe der Jahrhunderte
sich durch den Erfahrungsschatz, den die Geschlechter einander
hinterlassen, entwickelten, können wir vor allem da beobachten,
wo dieser Weg erst sehr spät durch Bekehrung unterbrochen ward,
so z. B. an dem Seelenkult der Chinesen. Wir können das gleiche
an dem siderischen Kult der nordischen Völker da am klarsten beweisen,
wo die gewaltsame Bekehrung zum Christentum fehlte und
auch die Anpassung an Kulte der Ureinwohner erst spät einsetzte,
so z. B. bei dem siderischen Kult der Inder.

Das Merkwürdige an dieser Entwicklung der Kulte ist aber, daß
sie immer nur die Seltenen, die Wachsten im Volke voll erfaßt, die
große Mehrheit aber nur ein mehr oder minder großes Stückchen
Weges von den Seltenen mit hinaufgezogen wird, die allermeisten
aber ganz unberührt von dem weiten Weg der Wenigen noch heute
trotz ihrer „Zivilisation“, die dies so geschickt verbirgt, auf der
ursprünglichen Stufe stehen. So ist bei vielen Menschen auch heute
noch das ganze religiöse Erleben nichts anderes als Dämonenfurcht
und angstvolle Erfüllung der Kultvorschriften, der öffentlichen der
Kirche und der heimlichen des Aberglaubens. Sich vor Leid vor und
nach dem Tode oder vor den vermeintlichen „Höllenqualen“ nach
dem Tode zu schützen, ist der einzige Beweggrund ihres religiösen
Handelns.

Welch eigenartige Wünsche aber waren es, die allmählich die
Gestaltung des Glaubens vertieften, das Sinnen über das Todesmuß,
die kosmischen Gesetze und den Sinn des Menschenlebens
befruchteten? Der Mensch entdeckte schon früh, daß er bei seiner
natürlichen Kampfeseinstellung auf die Umwelt – in der er sich mit
rücksichtloser Selbstsucht, seinem Selbsterhaltungstrieb folgend,
durchsetzte, List und Tapferkeit mit gleicher Selbstverständlichkeit
wie das Tier zu seiner Erhaltung verwertend – manchmal mit

 

sich selbst nicht voll zufrieden war. Er empfand eine Unlust, als
ob er irgendeinem wichtigen Wunsche in sich zuwidergehandelt
hätte. Wollte dies Wünschen die Selbsterhaltung nicht? Nein, dies
konnte nicht angenommen werden, denn das Unlustempfinden
trat merkwürdigerweise nicht bei allen Daseinskämpfen, nicht bei
allen Triebhandlungen auf, sondern nur in ganz bestimmten Fällen,
während allerdings manchmal eine Handlung, die vom Standpunkte
des Selbsterhaltungstriebes aus gerade unklug genannt werden
mußte, diesen Wunsch offenbar befriedigte. Die Unlust empfand
aber nunmehr der Triebmensch, er hatte zu klagen! Aber, und das
war das Allermerkwürdigste, eine Regel konnte hieraus auch nicht
geschaffen werden, denn der unbekannte Wunsch war manchmal
wieder mit Triebhandlungen sehr zufrieden. Dabei zeigte er noch
eine andere Eigenschaft, die den Triebwünschen fernliegt. Ein
übergangener, nicht beachteter Triebwunsch rächte sich rasch mit
einer starken Unlust, die sich gar bald zur Qual steigerte, aber
– und das war das Tröstliche – er war nach der Trieberfüllung
vollkommen beruhigt. Ganz anders dieser merkwürdige Wunsch.
Seine Unzufriedenheit äußerte sich bei der Handlung oft nur ganz
schwach, aber die Unlust währte merkwürdig lange. Die mißbilligte
Handlung konnte trotz allen Bemühens nicht vergessen werden. Sie
war auffallend lebhaft im Gedächtnis eingeprägt und immer mit
dieser Unlust des Wunsches gepaart. Es war ihr schlechterdings
nicht zu entrinnen, ja, das ganze Leben konnte durch die Qualen
dieser Unlust nachhaltig gestört werden.
Durch diese Unruhe, die so dauerhaft war und die das Lustgefühl
bei erfüllten Triebwünschen sogar zu stören vermochte, wurde
dem Menschen dieses Wünschen so wichtig, daß er all sein Handeln
nach ihm wertete. Er gewöhnte sich daran, die Handlungen, die
der Wunsch billigte, die „guten“ zu nennen, die er aber mißbilligte,
die „bösen“. Die so unangenehm dauerhafte, mahnende Unlust, die
einer „bösen“ Tat folgte, aber nannte er das „schlechte Gewissen“,
Zufriedenheit mit dem Handeln das „gute Gewissen“. Da er sich
denWunsch diesesWillens zum Guten aus sich selbst nicht erklären

 

konnte, weil er doch so manches Mal im Widerspruch stand mit
seinem der Lust so sehr versklavten Selbsterhaltungstrieb, so mußte
er von jemand anders herkommen, und zwar von jemand, der
größer war als er selbst, weil er ihm doch scheinbar befehlen konnte;
aber der auch unwandelbarer war als er selbst, denn er ließ sich
nicht so leicht beschwichtigen wie seine Triebe. Wer konnte der
Größere und der unwandelbar Dauerhaftere anders sein als die
„Geister“, die Götter, der Gott? So sprachen die einen und vertieften
ihren Seelenkult durch das Ausstatten ihrer persönlichen Götter
oder des Gottes mit diesen Wünschen; das führte zur Vergeistigung
des chthonischen Kultes. Wenn also die Geister nicht nur in
der Umwelt als gute und böse Gewalten Leid oder Lust bereiten
konnten, wenn sie sogar eindrangen in die Seele des Menschen
und über sie Gewalt hatten, so war es selbstverständlich, daß nicht
nur die guten, sondern auch die „bösen Geister, der Teufel“ in der
Seele Macht hatten, daß sie oder er es überhaupt waren, die dazu
antrieben, dem Wunsche zum Guten, dem Willen Gottes zuwider
zu handeln. Die Religionen rechneten zu diesen Werken des Teufels
in dem Menschen nicht nur die Handlungen, die dem Guten klar
widersprachen, sondern auch alle die, die den Menschen ablenkten
von dem ausschließlichen Dienst für diesen Willen. Ja, man hielt sogar
den Fortpflanzungstrieb, der den Menschen so leicht verleitete,
den Wunsch zum Guten zu „überhören“, für „unrein“ und führte
dadurch in Verwirrung und Volksuntergang.

So waren also die Geister sogar in des Menschen Seele eingedrungen
und stritten in dem gleichen Kampfe, der auch die
Umwelt erfüllte, um die Obermacht. Sie stritten um die Seele selbst!
Aber was wollten sie mit der Seele? In diesem Augenblick, als der
Glaube diesem Irrtum verfallen war, verwob sich der durch den
Todeszwang verwundete Unsterblichkeitwille der Körperzellen
mit diesen Vorstellungen. Die guten und die bösen Geister hatten
also nicht nur – wie die ursprünglichen Seelenkulte meinten – die
Macht, dem Menschen Leid und Todesgefahr im Leben zu bereiten
oder Glück zu schenken, nein, ihre Macht reichte noch weiter: Sie

 

kämpften im Menschen um die Unsterblichkeit seiner Seele!
Hatte der alte ererbte Kult durch Opfer die Geister versöhnen
sollen für die Sühneschuld vergangener Geschlechter, damit sie
nicht immer wieder aufs neue den Menschen Leiden und Qualen
senden, sondern sie schützen sollten, so wurde die Erfüllung der
Gewissensforderung nun derWeg, um der Seele die Unsterblichkeit
nach dem Tode zu sichern. Damit war aber, wie wir erkennen werden,
dem wunderbaren Wunsch des Guten die außergewöhnliche
Eigenschaft, die er besitzt: die Erhabenheit über jeden Zweck, abgesprochen!
Dies war der Einfluß des seltsamen Wünschens der Seele
auf die chthonischen Kulte. Wie aber wirkte es auf die siderischen
Kulte?
„Wie gleicht doch dies Wünschen in meiner Seele aller Schönheit
der Natur und der Erhabenheit des Sternenhimmels“, so
sprachen die Völker der siderischen Kulte und vertieften ihre Sagen
über Götter, ja, nannten sich selbst deren Freunde, erkannten das
Wollen in sich selbst als göttlich, erkannten Irrtum und Vernunft
und Lustversklavung ihres Selbsterhaltungstriebes als äußerliches
Übel, das man abwirft – doch blieben ihnen trotz alledem das Rätsel
und die Gefahr, daß auch sie dasWesen des Göttlichen verkannten.

 Über das Gewissen

Lange hat man geglaubt, daß der Begriff des Guten zwar
nicht vollkommen zu bestimmen („definieren“) sei, daß aber jeder
Mensch einen unbestechlich sicheren Maßstab des Guten in sich
trage: das schon erwähnte Gewissen, das sich als Unruhe, als
„schlechtes Gewissen“ nach einer bösen Handlung regt und als
„gutes Gewissen“ eine Tat als gut bezeichnet. Aber die Vorstellung,
dieses Gewissen sei eine zuverlässige Wertung, eine „Stimme
Gottes“ in uns, ist einer der unheilvollsten Irrtümer und hält die
Menschen in unbeschreiblichem Grade von der Vervollkommnung

fern. Es gibt gar nichts in der ganzenWelt der Erscheinungen, das so
wenig zuverlässig wäre wie die „Stimme des Gewissens“. Sie ist bei
einem moralisch hochentwickelten Menschen ein hochempfindlicher
Seismograph, der auf die geringsten Abweichungen mit einem
großen Ausschlage antwortet, und sie ist bei anderen ein plumper
schwerfälliger Apparat, der bei den stärksten Erschütterungen nur
einen ganz schwachen Ausschlag zeigt. Aber viele Gewissen sind
nicht so einheitlich in der Empfindsamkeit; es zeigen sich da die
unwahrscheinlichsten Mischungen. Ein Mensch kann z. E. eine solch
plumpe, schwerbewegliche Gewissensmaschine auf allen Gebieten
des moralischen Handelns besitzen, sein Gewissen ist aber in Bezug
auf die herrschende Unmoral, die sich „Gesellschaftsmoral“ nennt,
ein hochempfindlicher Seismograph. Es gibt ferner z. B. in einem
Gebirgsdörflein eine Gemeinde, die für den Begriff des Stehlens ein
merkwürdig stumpfes Gewissen hat, aber in Bezug auf eine Art des
Diebstahls, den Holzdiebstahl, ist ihr Gewissen ein empfindliches
Meßgerät. Ja, die Verschiedenheit der Gewissen ist so groß, daß sie
sich inhaltlich bei einzelnen Menschen vollkommen widersprechen
können, so daß ein Mensch bei den gleichen Handlungen ein
gutes Gewissen hat, die der andere verwirft, und umgekehrt. Wie
unzuverlässig das Gewissen der Menschen ist, ersehen wir ja allein
schon aus den widersprechenden Morallehren verschiedener Zeiten
und Völker und den grauenvollen Massenmorden, Folterungen
und Verbrennungen bei lebendigem Leibe, die im „Namen Gottes“
veranlaßt wurden.

Ein Begriff des Guten ist also weder durch die Vernunft noch
durch das innere Erleben vollkommen zu fassen, es sei denn, daß
ein Mensch sich bis zur Vollkommenheit umschuf, eine Möglichkeit,
über die wir noch eingehender nachdenken werden.

 

Auf S. 159 : Zum Geschacher um Glück anstatt Arbeit für das Gute

„Innerhalb der christlichen Kirche sehen wir in der vorlutherischen Zeit eine ganz
plumpe Zweckmäßigkeit der guten Werke, die die alttestamentarischen
Handelsbeziehungen mit Jahweh noch übertreffen.Man
konnte sich mit guten Werken nicht nur die Erlassung einzelner
Sünden, nein, auch die „ewige Seligkeit“ erkaufen. Man konnte
für Verstorbene, denen dieser Handel im Leben nicht voll geglückt
war, durch gekaufte Seelenmessen die Strafzeit abkürzen. Ja, es
gab sogar einen „Überschuß an guten Werken“ (bei den Heiligen)
und dieses „Habenkonto“ konnte für das „Sollkonto“ anderer
Schuldner nutzbar gemacht werden. Offenherziger konnte die
Nützlichkeitsherrschaft über den Wunsch zum Guten nicht zum
Ausdruck gebracht werden. Sie befriedigte denn auch den tieferen
Menschen nicht.“

 

Auf S. 165 f: Untergang der arischen Rasse in Indien

In einer Zeit, in der noch fast alle Menschen – abgesehen von der sexuellen
Zusammengehörigkeit und der Familienverwandtschaft – der
Umwelt hassend oder gleichgültig gegenüberstanden, ahnte und
erlebte, ja lehrte das Genie in verschiedenen Völkern ein vertieftes
und erweitertes Gefühl der Liebe zu dem Volke gleichen Blutes
und ein Gefühl der Menschenliebe. Unseliger Irrtum der nicht mehr
rasserein lebenden Inder ließ ihre Erlöserlehren (Krischnas und
Buddhas Lehren), unter Unterschätzung der heiligen Lebenskraft
der Sippen- und Völkerliebe, die „Menschenliebe“ schlechthin als
„Tugend“ lehren, als ob diese nicht nur dann und da herrschen
dürfte, wo Selbsterhaltung, Sippenerhaltung, Volkserhaltung keine
gegenteilige Forderung stellen. Noch wahlloser ist die christliche
Lehre der Nächstenliebe. Mögen wir immerhin Gefahren und Mängel
der unterschiedslosen Menschenliebe ernst verurteilen, mögen
wir immerhin neue Tafeln schreiben müssen: dies wird uns niemals
den Blick dafür trüben, daß die Krischnalehre, die die Evangelisten
Jesu von Nazareth zusprachen, zwar das Erstarren in Selbstsucht
nicht behob – denn Hilfsbereitschaft sichert ja vor Hölle! –, aber das
Leid oft lindern half.

 

S. 167 f.: Vermischung der Völker

„Ewige Gattung“ ist aber beileibe hier nicht etwa in dem
Sinne gemeint, daß Völker und Stämme in ihrer rasse- und volkstumsmäßigen
Erbeigenart bewahrt bleiben, sondern „Gattung“ im
Sinne dieser Materialisten ist ein Rassengemisch, „Menschheit“
genannt. „Menschenliebe“ und Hilfsbereitschaft dienen hier also
der „Menschheit“, einem Rassengemisch, und die Darwinisten
nennen dies Dienst zur Erhaltung der „Art“. Sie feuern den Menschen
an, sich dem Dienste für das Wohl der „ewigen Gattung“
zu opfern. Da die „sozialen Tugenden“ hierzu dienen, ist ihr Auf-
tauchen im Menschen befriedigend erklärt. Sie sind innerhalb der
Entwicklungsgeschichte durch Zuchtwahl entstanden, ähnlich etwa
wie die Krallen einer Katze, und deshalb nicht „wunderbarer“ als
diese. Ganz vortrefflich gedacht! Besonders wenn man vergißt, daß
die von dem Wunsche zum Guten wirklich beseelten Menschen
meistens im Kampfe ums Dasein vorzeitig erliegen und sich weit
seltener fortpflanzen als unmoralische Daseinsstreiter.

 

S. 173 f: Erleben der Genialität

Das Erleben der Genialität ist jedem möglich, solange er sich
selbst die Seele noch nicht erstickte, nicht etwa nur dem genialen
Menschen und dem Genie. Er wird hierzu um so eher gelangen, je
vollkommener er die Wünsche der Genialität von Zweckgedanken
fernhält. Bei den meisten heute lebenden Menschen bedarf es, bis
dies erreicht ist, noch einer gründlichen Lösung von den unseligen
Lohn- und Straflehren. Erst von dem Augenblicke an kann sich ihre
Genialität voll entfalten, in welchem sie aus innerster Überzeugung
sagen können: „ich tue das Gute, erforsche das Wahre, liebe oder
hasse nach göttlicher Wahl und ersehne das Schöne, nicht um mir
die Seligkeit nach dem Tode oder Güter im Diesseits, aber auch
nicht, um mir geistige Glücksbereicherung und inneren Frieden zu
erringen; nein, es ist mein der Vernunft unbegreiflicher, grundloser,
zweckloser Wille.“

 

S. 179: Über das Reich der Genialität

Auch über Zeit und Raum ist das Reich der Genialität erhaben.
Eine Brücke zwischen den beiden Welten bilden alle jene aus der
Erinnerung an das Erleben der Genialität gestalteten Werke der
Kunst; eine Brücke bilden die Erscheinung gewordenen Erfüllungen
des Wunsches zum Guten und göttlich gerichteten Fühlens: die
edlen Taten, und eine Brücke bildet der in der Natur unbewußt
in Erscheinung tretende Wunsch zum Schönen und endlich der in
den Werken der Wissenschaft Erscheinung gewordene Wunsch zur
Erkenntnis der Wahrheit. Sie alle mußten, als sie in die Erscheinung
traten, sich Raum und Zeit einordnen, und so sind sie gar wohl
geeignet, Brücken zu werden, auf denen die Menschen hinüberschreiten
in das Jenseits von Zeit und Raum.

 

S. 181: Jeder könnte es mit dem nötigen Wollen erleben

Nur wenige sind „die Auserlesenen“; nicht aber, weil ein
höchst ungerechter „Gnadenakt“ sie auserwählt, wie dies manche
wähnen, sondern weil sie selbst die eingeborene Fähigkeit aller
Menschenseelen nicht verkümmerten oder erstickten.

 

S. 137: Die wahre Unsterblichkeit

Wenn immer wir auf unserem Wege zur Erkenntnis eine erhabene
Tatsächlichkeit erreichen, haben wir die große Freude, daß
diese Tatsächlichkeit – wenn auch ohne klare Gesamterkenntnis
– als ein Strahl der Erleuchtung im Laufe der Jahrtausende da
oder dort in einer Menschenseele auftauchte. Dies muß ja auch
so sein; denn erreichbar ist das Gotterleben auch allen denen, die
nicht eine Gesamtschau erlebten. Zehn Jahre nachdem ich dies
Werk geschaffen, während ich eine Neuauflage vorbereitete, las
ich, daß der Christ Schleiermacher – der Lehre seines Glaubens an
persönliche Unsterblichkeit nach dem Tode widersprechend – ganz
im Sinne unserer Erkenntnis schreibt: „Mitten in der Endlichkeit
eins zu werden mit dem Unendlichen und so ewig zu sein in jedem
Augenblick, das ist Unsterblichkeit.“

 

 

Die Aufopferung für das Überleben seines Volkes ist die Steigerung des Selbsterhaltung- bzw. Unsterblichkeitwillens und ein Einstehen für das Gute.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: